Medizinische Leistungen

Allgemeine Dermatologie und Kinderdermatologie

Wir behandeln in unserer Praxis alle Erkrankungen, die das größte menschliche Organ betreffen - unsere Haut. Für jede Patientin und jeden Patienten nehmen wir uns Zeit für eine ausführliche Untersuchung und Diagnostik, um die genauen Ursachen der Beschwerden festzustellen. In einem mit uns kooperierenden Labor werden entnommene Hautproben direkt dermato-histologisch begutachtet und so eine spezifische Differentialdiagnostik gestellt.

Die Betreuung und altersgerechte Behandlung unserer kleinsten Patienten liegt uns besonders am Herzen. Gerade im Kleinkindalter können verschiedene Hauterkrankungen auftreten, die einer sensibler Behandlung bedürfen. Genau darauf sind wir vorbereitet und gehen empathisch auf die Bedürfnisse des Kindes ein.



Psoriasis Schuppenflechte

Unter Psoriasis oder auch Schuppenflechte versteht man eine nicht-ansteckende entzündliche Erkrankung der Haut, die hauptsächlich bei Patientinnen und Patienten von 20 bis 40 Jahren auftritt. Neben starkem Juckreiz sind gerötete und stark schuppende Hautpartien, besonders an Knien, Ellenbogen oder der Kopfhaut typisch für diese Hautkrankheit. Die betroffenen Hautstellen sind meist rundlich und scharf abgegrenzt sowie von leicht erhabener Struktur.

Ursache der Symptome ist eine zu stark beschleunigte und vermehrte Zellerneuerung der Hautschichten, die statt wie normalerweise innerhalb eines Monats, bei Erkrankten in nur einer Woche durchlaufen wird. Dadurch kommt es zu den oft silbrig aussehenden Schuppen und der typischen Erhebung. Während Auslöser für die Erkrankung vielfältig sind und von einer genetisch Veranlagung oder durch einen Immundefekt ausgelöst werden können, unterscheidet man auch mehrere Typen der Psoriasis, nach dem sich dann die jeweilige Behandlung richtet. Durch eine ausführliche Anamnese und Untersuchung erarbeiten wir mit unseren Patientinnen und Patienten gemeinsam einen Behandlungsplan, der neben Wirkstoffen zur äußerlichen oder inneren Anwendung auch die Ernährung, Bade- oder Lichttherapien umfasst.



Atopische Dermatitis Neurodermitis

Unter atopischer Dermatitis oder auch Neurodermitis versteht man eine chronische Hautkrankheit, die besonders häufig bei Kindern auftritt und oft durch die Pubertät abgeschwächt wird oder ganz verschwindet. Patientinnen und Patienten, die unter Neurodermitis leiden, klagen über rote, schuppende und zum Teil nässende Ekzeme, die mit einem starken Juckreiz einhergehen. Typischerweise ist die Stärke der Symptome nicht immer gleich intensiv, sondern verläuft schubartig und individuell.

Da es sich bei der atopischen Dermatitis um eine nicht heilbare Krankheit handelt, steht im Mittelpunkt der Behandlung die Linderung der Symptome. Die Krankheit verschlimmert sich häufig durch sogenannte Provokationsfaktoren wie bestimmte Nahrungsmittel oder Textilien, weshalb wir in einem ausführlichen Anamnesegespräch zunächst mögliche Ausbruchs-Ursachen sowie den Schweregrad der Erkrankung ermitteln. Davon ausgehend fertigen wir einen individuellen Therapieplan an, der immer eine Basispflege der Haut sowie die Vermeidung von Provokationsfaktoren umfasst. Darauf aufbauend werden je nach Schweregrad und Ursache spezifische Wirkstoffe zur äußerlichen oder inneren Behandlung verschrieben, entzündungshemmende Medikamente eingesetzt sowie Lichttherapien oder Klimabehandlungen empfohlen. Gemeinsam finden wir einen individuellen Weg, wie ein zufriedenstellender Lebensstandard gehalten werden kann und die Beeinträchtigungen durch die Krankheit möglichst minimal bleiben.



Akne und (Augen-)Rosazea

Zu unserem Behandlungsspektrum zählt auch die Therapie von typischen Hauterkrankungen wie Akne oder Rosazea. Während Akne vor allem bei Patientinnen und Patienten während der Pubertät auftritt, entwickelt sich Rosazea häufig erst ab dem 30. bis 50. Lebensjahr und äußert sich durch schuppende Rötungen und Schwellungen im Gesicht. Dabei entstehen entzündliche Papeln und Pusteln, die vor allem bei Männern zu knollenartigen Wucherungen an der Nase führen können. Rosazea betrifft allerdings nicht nur die Haut, sondern kann auch die Augen betreffen. Die sogenannte Augenrosazea kann in unserer Praxis diagnostiziert und durch Verschreibung spezifischer Medikamente behandelt werden.

Akne liegt eine vermehrte Talgproduktion und eine Verhornungsstörung des Talgdrüsenfollikels zugrunde, die häufig vererbt, aber auch unter anderem durch Bakterien, Kosmetika oder Rauchen verursacht werden kann. Die Behandlung dieser Krankheiten muss individuell unterschieden werden und ist je nach Schweregrad und Ausprägung der Erkrankung zu bestimmen. Nach der Untersuchung und Diagnose bieten wir verschiedene Therapieformen an, die jeweils individuell auf die Akneform zugeschnitten sind.



Nagelerkrankungen z. B. Pilzinfektion

Neben der Haut können auch die Fuß- oder Fingernägel von Krankheiten betroffen sein. Zu besonders häufigen Krankheiten zählt hier der Befall durch Nagelpilz, bei dem die Nägel sich in ihrer Form und Farbe auffällig verändern. Aber auch durch regelmäßige Medikamenteneinnahme oder systemische Erkrankungen wie Psoriasis oder atopischer Dermatitis kann es zu Veränderungen der Nägel kommen.

Um eine wirksame Behandlung einleiten zu können, ist die genaue Diagnose der jeweiligen Erkrankung wichtig sowie die Kenntnis der Ursachen. Hierzu führen wir mit unseren Patientinnen und Patienten ausführliche Anamnesegespräche und eine dezidierte Diagnostik durch, wodurch eine heilende beziehungsweise lindernde Therapie ermöglicht wird.



Alopezie Haarausfall

Haarausfall ist ein normaler, physiologischer Vorgang des menschlichen Körpers und zunächst nicht besorgniserregend. Besonders mit dem Älterwerden tritt Haarverlust im Zuge der hormonellen Veränderungen häufig auf. Pro Tag verliert der Mensch durchschnittlich ca. 100 Haare, die alle durch nachwachsende Haare ersetzt werden. Bleibt dieser Vorgang jedoch aus und der Verlust übersteigt das Nachwachsen, spricht man von Alopezie. Krankhafter Haarausfall kann vielerlei Ursachen haben, weshalb eine spezifische Diagnose vor der Behandlung unumgänglich ist. Haarausfall betrifft zwar meistens die Kopfhaare, kann aber auch bei Bärten oder seltener bei der Körperbehaarung auftreten.

Um eine zielführende Behandlung einzuleiten, ermitteln wir zunächst, um welche Art von Haarausfall es sich handelt. Davon ausgehend ergeben sich verschiedene Behandlungsformen, die wir in unserer Praxis durchführen.



Hautkrebsvorsorge Muttermale, Vorstufe des Hautkrebses

Um frühestmöglich eine Hautkrebserkrankung feststellen zu können, werden regelmäßige Hautscreenings empfohlen. Untersucht werden dabei die Haut, sichtbare Schleimhäute, die äußeren Genitalien sowie die Kopfhaut. Mittels Dermatoskopie können Hautveränderungen oder auffällige Muttermale genau untersucht und dokumentiert werden.

Neben der körperlichen Untersuchung und Dokumentation bieten wir unseren Patientinnen und Patienten den Raum Fragen zur Vorsorge zu stellen und klären ausführlich über weitere Schutzmaßnahmen auf.


Hautkrebsnachsorge

Ist bereits ein Tumor der Haut diagnostiziert worden, führen wir regelmäßige Nachsorgeuntersuchungen durch. Je nach Krebsart, Verlauf der Erkrankung und Behandlungsweise variieren die Zeiträume zwischen den empfohlenen Untersuchungen und die speziell abgestimmte Diagnostik. Durch die Dermatoskopie werden betroffene Hautareale präzise dokumentiert und sorgfältig analysiert, um einen erneuten Ausbruch frühzeitig erkennen zu können. Hierfür werden aber auch weitere, individuell auf die Erkrankung angepasste Diagnoseverfahren eingesetzt.



Allergietest

Häufige Ursache von Hautirritationen oder -beschwerden sind unerkannte Allergien. Bei Verdacht auf eine mögliche Allergie führen wir verschiedene Tests durch, um das auslösende Allergen zu ermitteln. Bei Standard-Verfahren wie den Prick- oder Intrakutan-Tests werden Allergene auf bzw. in die Haut injiziert und gegen einen sogenannten “Leertest” abgelesen. Durch den Grad der Rötung und die Größe der entstehenden Quaddel, kann bestimmt werden, gegen welches Allergen die körpereigene Sensibilisierung gerichtet ist. Davon ausgehend entwickeln wir mit unseren Patientinnen und Patienten einen Therapieplan, ob eine Hyposensibilisierung sinnvoll und möglich ist oder welche Medikamente bei Kontakt mit dem Allergen einzunehmen sind. Ziel unserer Behandlung ist, ein nahezu beschwerdefreies Leben sicherzustellen, das nicht durch Allergiereaktionen beeinträchtigt wird.



Urtikaria Nesselsucht

Unter Urtikaria, auch Nesselsucht oder Nesselfieber, versteht man eine krankhafte Reaktion der Haut. Die typischen Symptome wie Juckreiz, Rötungen oder Quaddeln erinnern im frühen Stadium an eine Reaktion auf Berührung mit Brennnesseln und haben vielfältige Ursachen. Generell unterscheidet man zwischen einer akuten Episode und einer chronischen Urtikaria. Neben allergischen Reaktionen, kann Urtikaria auch durch beispielsweise Autoreaktivität, Überempfindlichkeit gegen Medikamente oder Lebensmittel verursacht werden oder Folge von zu extremer Kälte/Wärme-Aussetzung sein. Da die Erkrankung multifaktoriell bedingt ist, ermitteln wir für eine lindernde Behandlung die genaue Ursache und die spezielle Form der Urtikaria. Der eindeutigen Diagnostik folgt häufig eine Therapie mit Antihistaminika, nur bei schweren Krankheitsverläufen muss eine zusätzliche Gabe von Kortison eingeleitet werden.



Lichtdermatose z. B. Mallorca-Akne

Lichtdermatosen sind Erkrankungen der Haut, die durch ultraviolette oder sichtbare Sonnenstrahlung verursacht werden. Zu dieser Krankheitsgruppe zählt als akute Form Sonnenbrand, jedoch gibt es auch chronische, idiopathische oder polymorphe Formen. Patientinnen und Patienten, die unter einer Lichtdermatose leiden, reagieren häufig auf die durch Kleidung oder Glas nicht abzuhaltende UV-A-Strahlung der Sonne, weshalb bei Auftreten erster Symptome unbedingt direkter Sonnenkontakt vermieden und Schutzmaßnahmen wie dichtgewebte Kleidung und ein hoher Lichtschutzfaktor ergriffen werden sollten. Weitere Behandlungsmaßnahmen können wir durch die genaue Diagnostik sowie nach einer umfassenden Untersuchung der Haut treffen und einleiten.

Die sogenannte Mallorca-Akne kann sich bei Patientinnen und Patienten mit einer polymorphen Lichtdermatose (im Volksmund auch Sonnenallergie genannt) äußern. Ursache ist meist eine zu starke Aussetzung unvorbereiteter Haut mit direkter Sonne, besonders häufig tritt diese Krankheit im (Sommer-)Urlaub auf. Als Behandlung setzen wir bei stärkerer Krankheits-Ausprägung keratolytische Verfahren ein, bei denen Hornzellen der äußersten Hautschicht ab- und aufgelöst werden.



Ambulante Operationen

In unserer Praxis führen wir auch kleine ambulanten Operationen durch. Indiziert sind die Eingriffe bei klinisch verdächtigen Muttermalen oder bei Hautkrebs. Die tumoröse und auffällige Hautpartie wird in einem ersten Schritt entfernt und mikroskopisch untersucht. Durch diese Analyse kann bestimmt werden, wie weit sich der Tumor ausgebreitet hat und in welche Hautschichten dieser vorgedrungen ist, damit in der anschließenden Operation das umliegende infiltrierte Gewebe vollständig entfernt werden kann. Bei dieser Entfernung wird ein Sicherheitsabstand zwischen 0,5 bis 2 cm eingehalten, um das Risiko eines erneuten Ausbruchs an der selben Stelle zu verringern. Der genaue Verlauf einer solchen ambulanten Operation wird immer individuell geplant und mit unseren Patientinnen und Patienten ausführlich vorab besprochen.

Bei Operationen zur Narbenkorrektur verwenden wir neuste Technologien und führen je nach Narbengebilde lokale Lappenplastiken durch. Eine Korrektur der Narbe hat nicht nur ästhetische Gründe, sondern kann auch bei Einschränkungen der Hautdehnbarkeit nötig werden.

Jede Operation birgt Risiken, deshalb empfehlen wir vor und nach dem Eingriff nicht zu rauchen, um die Wundheilung zu verbessern sowie gerinnungshemmende Medikamente in Absprache mit dem behandelnden Arzt vor der Operation abzusetzen. Vor jedem Eingriff führen wir ausführliche Aufklärungs- und Beratungsgespräche, um jegliche Unklarheiten und Fragen zu klären.



Dermato-histologische Begutachtung

Zur Abklärung und genauen Diagnose einer Hauterkrankung analysieren wir mikroskopisch vorher entnommene Hautproben dermato-histologisch in einem mit uns kooperierenden Labor. Dadurch ist es uns möglich eine genaue und schnelle Differentialdiagnose zu stellen und direkt mit einer anschließenden Behandlung zu beginnen.